49 Tage nach Ostern feiern wir in unserer Gegend Pfingsten, 10 Tage davor die Christi Himmelfahrt oder Auffahrt. Unzählige Fassungen von Geschichten rund um diese Ereignisse können wir lesen, Hörbücher und Beiträge im Fernsehen, ja selbst die teuersten je produzierten Kinofilme behandeln diesen Teil unserer Geschichte. In der Bibel finden wir gerade auf diesen Seiten manchen Trost und Worte des Herrn und vor allem älter Menschen können uns wunderschöne Geschichten über dieses «Leid Jesus» erzählen.
Folgendes Erlebnis vor weinigen Tagen bleibt in meinem Herzen:
Bei einem Gespräch mit zwei jungen Menschen erfragte ich nach dem Grund dieser Feier. Ich war überrascht, bekam ich doch recht gut die Biblische Darstellung erklärt. Die Erzählungen von Josef und Maria, dem Kind Gottes, unserem Jesus, der verraten wurde. Gekreuzigt und in den Himmel geholt. Diese Erzählungen sind in den Herzen der jungen Menschen geblieben.
Am gleichen Tisch sass der Vater eines der Kinder. Er hatte einen schrecklichen Tag hinter sich und da Freitagabend, sich ein Bier genehmigt, vielleicht auch eines zuviel. «Ich habe gar nichts von diesen Tagen, nicht mal frei habe ich, muss arbeiten», meinte er und betonte dies auch mit einigen Flüchen und stellte fest, dass sein Arbeitgeber nicht mehr auf Familien Rücksicht nehme.
Seine Tochter, noch keine 16 Jahre meinte dann; «Aber Beten kannst Du an diesem Tag und dem Herrn Deine Dankbarkeit zeigen«.
Auf Hochdeutsch ist das obige eher banal, in der Aussage selbst und am Tisch sitzend, überraschte mich diese Antwort eines jungen Menschen sehr, zumal mir dieses junge Wesen nicht sehr gläubig scheint oder ich mir dessen nicht bewusst war.
Die Worte Gottes bleiben den jungen Menschen also sehr wohl, auch wenn sie dies nicht nach Aussen tragen. An etwas glauben in dieser Zeit, obwohl es keine WhatsApp oder Instagram Adresse gibt, keine Homepage mit 1000 Bildern vorhanden ist, lässt mich doch noch etwas zuversichtlicher in diese Welt schauen.
Wir Erwachsene sollten vielleicht wieder lernen, mehr auf unsere Kinder zu hören. Wir haben ihnen diese neue Welt erschaffen und hinterlassen ihnen diese ohne Bedienungsanleitung und ohne Lösung vor dem Super-Gau. Warum auch immer. lernen wir sie global zu denken und bleiben selber vor Ort stehen. Lasst uns doch mal wieder zuhören was unsere Jugend meint und denkt. Wie wäre es, wenn der Gemeinderat Ausserberg eine 6. Stimme erhält, die Stimme der Jugend?
Wir wünschen ihnen an den kommenden Feiertagen genügend Zeit für sich selber, für die Angehörigen und für das was Ihnen am Herzen liegt.




