Bauern – Schicksal Schweiz – Es endet oft im Suizid

11.11.2018 Die Sonntagszeitung bringt erschreckende Zahlen.

Die Zahlen stammen aus den Jahren 1999 bis 2014. Erschreckend ist die Bemerkung am Schluss, dass es leider immer mehr Bauern werden, die keinen anderen Ausweg mehr kennen.

 

Gründe sind sehr oft Einsamkeit nach einer Trennung (kein Wunder finden Fernsehsendungen wie Bauer sucht Frau immer mehr Interesse), keinen Nachfolger und finanzielle Probleme.  Die Zahlen zeigen auch, dass im Schnitt jeden 11. Tag ein Bauer in der kleinen Schweiz keinen anderen Ausweg mehr sieht, als den Freitod. Dass über die Hälfte hier den Tod durch Erhängen wählen, ist für mich dann fast nicht mehr auszumalen. Welche Schicksale, Ereignisse, Schmerzen und Umstände können Menschen dazu bringen?

Viele dieser Bauern hatten Tiere die sie liebten, Land und Wald das sie Jahrzehnte bewirtschaftet haben und sie hatten alle Nachbarn die meistens nichts bemerkten. Und wer den Berichten folgt, liest oft „Er war schon ein Eigner“, „Seltsamer“, „Eremit“. Aber niemand dachte daran, dass dies wohl ungewollt und durch die Zeit herbei geführt wurde. Nach der Trennung vereinsamen viele, mit neuen Maschinen und Krediten verarmen einige, einige sahen ihre Kinder nie mehr, viele hatten nie eine Frau und so auch keine Nachkommen.  Die Geschichten in den Medien sind vielfältig und sie lassen oft einen traurigen Leser zurück.

Aber bei einem können wir doch mithelfen. Die Einsamkeit muss doch nicht sein. Warum im Konsum nicht mal einen ansprechen, warum nicht mal am Hof stehen bleiben und grüssen, warum nicht mal die Tiere, den Garten bestaunen. Nein, wir können den Bauern keine Frau zuhalten und den meist älteren noch Kinder schenken, aber wir können sie achten und wertschätzen, wer weiss, eventuell sogar etwas helfen. Nicht immer müssen es Fränkli sein, es reicht oft ein freundliches Wort.

 

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