Staupe 2019 wieder im kommen

6.6.2019:

Bei einem Café-Besuch in Visp, unterhalten sich vergangene Woche am Nachbartisch 3 Männer, sie sprechen von Berichten, dass die Staupe (Paramyxovirus, kurz RNA-Virus)  bei diversen Füchsen festgestellt wurde und die kantonale Aufsichtsbehörde hellhörig geworden sei. Unten bei Leuk soll es aktuell diverse Meldungen geben.

Heute steht im Walliser Boten tatsächlich, dass sich an der Südrampe von Leuk bis Baltschieder, vermehrt kranke Tiere befinden bzw. aufgefunden wurden. Hundebesitzer sollten aufpassen, bereits ein «schnuppern» am Kot kann den Virus übertragen

Hunde werden meist ab der 8 bis 10 Woche gegen Staupe geimpft. Danach, je nach eingesetztem System wird die Impfung jährlich oder alle 3 Jahre wiederholt.

Wie kann man bei seinen eigenen Tieren Staupe erkennen. Befallen Tiere werden apathisch und oft in den ersten 2 bis 4 Tagen von hohem Fieber (über 40 Grad) befallen. Ganz am Anfang bemerkt man oft Appetitlosigkeit und grosse Müdigkeit, Durchfall und eher selten (zu Beginn) rund um Nase, Mund und Augen, Rötungen. Generell kann man dann im Verlauf auch Ausfluss am Mund / Augen beobachten. Vor allem junge Hunde bis zu 8 Monaten, ältere oder sonst schon geschwächte Tiere haben jetzt eventuell zu wenig Antikörper oder wurden gar nie/oder schon lange Zeit nicht mehr gegen Staupe geimpft.

Hunde ja, Katzen nein

Katzen können den Virus wohl aufnehmen, erkranken aber in der Regel nicht an Staupe.

Gefährdet sind Fuchs, Wolf, Marder, Dachs, Frettchen, Wiesel, Waschbär  und der Hof und Haushund

Staupe war in der Vergangenheit immer wieder die Ursache von massivem Fuchs und Marder – sterben. Letztmals 2009 als eine wahre Epidemie ausbrach.

Da bei uns rund um das Wärterhaus ebenfalls 3 Füchse immer wieder erscheinen, macht dies natürlich Angst, zumal einer (Papa Hinkefuss) recht gesund – und zumindest eines der Jungtiere mehr als «buschig» aussieht.

Papa Fuchs März/2019

Bis vor kurzer Zeit, hätte dies auch der Fellwechsel sein können, auch die Fuchsräude (Milbenerkrankung) lässt Füchse zwischenzeitlich zerzaust ausschauen. Die Staupe aber endet tödlich und wird in Windeseile via Kot und Schleimhaut (Nase, Speichel) verbreitet.

Einer der beiden Jungfüchse April/2019

Hinweise:

Merkblatt Schweiz zur Staupe

Erklärung zur Staupe >>>

Was kostet eine Impfung gegen Staupe? Meist werden in Tierarztpraxis Impfungen kombiniert ( Staupe / Hepatitis / Leptospirose / Zwingerhusten / Parvovirose früher plus Tollwut) . Die Impfung ohne Konsultation kostet 70 bis 90 Franken. (Preisvorschläge Tierlidoktor.ch)

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