In Ausserberg immer noch belächelt

Das aus Südafrika eingeschleppte leberschädigende schmalblättrige Greiskraut, dass oft mit dem einheimischen Jakobskreuzkraut verwechselt wird, wird seit Jahren in der Schweiz und dem umliegenden Ausland mit grossen Aktionen und riesigem Aufwand vernichtet.

Die Verbreitungskarte aus dem Jahr 2018 zeigt aber, dass in unserer Region (Raron-Visp) die Gefahr nicht erkannt wird, ja sogar Bauern und Gärtner die dieses Kraut mühsam entfernen, belächelt werden.

Die Karte zeigt mit Punkten wo in den letzten Jahren das Kraut erfolgreich dezimiert wurde, mit den grünen Viereck wo die Verbreitung hoch und mit dem violetten Viereck als Plage gilt.

Viele meinen sogar, dieses Kraut habe es schon immer hier gegeben und bemerken nicht die Verwechslung mit dem Jakobskreuzkraut. Ein gefährlicher Irrtum, wie seit 2014 auch die Landwirtschaftsschulen der Schweiz feststellen und die Entfernung des Greiskraut in den Lehrplan aufgenommen haben.

Unsere Weidetiere werden das Kraut meiden, da es schlecht riecht und bitter schmeckt, aber gerade zum ersten Heuen (Mai/Juni) haben diese Pflanzen ihre grösste toxische Wirkung die sie auch beim trocknen nicht verlieren und so in den Wintermonaten den Tieren verfüttert werden.

Die Folgen sind schlimm für die betroffenen Tiere, meist Pferde, Schafe, Ziegen (eher selten bei Kühen):

Magen-Darmbeschwerden und schwere Leberschäden, Appetitlosigkeit, Krämpfen, Gehstörungen, Verwerfungen und Totgeburten.

Kantons-Tierarzt: «Eine Behandlung der Tiere bei akuter oder chronischer Vergiftung ist meist aussichtlos. Die Erkrankung selbst ist bei den Tieren mit grossen Schmerzen verbunden und wird lange nicht bemerkt.»

Selbst der Schweizerische Naturschutz, der sonst jeder Pflanze ein recht zum leben zuspricht, stuft die Pflanze als einen unerwünschten invasiven Neophyt ein und deklariert dieses Kraut als Hochgiftig für Mensch und Tier. Sie ist in der Schweiz und in der EU auf der schwarzen Liste.

Durch den Honig bzw. durch die Milch von Kühen, werden diese Giftstoffe auf den Menschen übertragen.

Das berühren der vor allem bei Kindern beliebten gelben Blüten bzw. der Stengel kann zu schmerzhaften Ausschlägen führen. Mehrere Kantone informieren ihre Bürger mit Sonderblättern hier zum Beispiel der Kanton Luzern

Der Kanton Luzern verbietet ein Neuanpflanzen und bittet die Bürger die Pflanzen mit den Wuzeln zu entfernen und mit dem Kehricht zu entsorgen. (Nicht auf den Kompost)

Wer also nochmals über die Bauern und Gärtner lacht, die dieses Kraut mühsam ausstechen und entsorgen, sollte sich nochmals Gedanken machen und sich informieren. Auch ich wurde belächelt, als ich letztes Jahr auf das Antreffen dieser Quelle Titelbild Umweltberatung des Kanton Luzern >>>

Auch schweizerbauer.ch warnt nun intensiv >>>

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